Segelfreizeit 2025 auf dem Wattenmeer

Am Montag, 11.08.2025 war es endlich soweit: Pünktlich starteten 15 Klientinnen und Klienten aus den Fachdiensten Dortmund, Unna, Märkischer Kreis und dem Kreis Ennepe-Ruhr zusammen mit dem Betreuerteam, bestehenden aus 2 Betreuerinnen und 2 Betreuern, zur 2. Auflage der Integra Segelfreizeit. Ein Jeder hatte unterschiedlichste Vorstellungen ins Gepäck geschnürt…um es gleich vorweg zu nehmen…die Vorstellungen wurden nicht nur erfüllt, sondern gar übertroffen, aber dazu später mehr…

Nach kurzweiliger und zügiger Anreise erreichten wir gegen Mittag unseren Zielort, Harlingen in der niederländischen Provinz Friesland. Schnell bezogen wir unser Schiff, die „Aegir“, ein Zweimastklipper mit einladender und fast schon luxuriöser Ausstattung. Freundlich wurden wir von Eigner und Skipper Jaap und seinem Matrosen Rick begrüßt und instruiert. Bei bestem Wetter und leichtem Wind stachen wir in See und wurden direkt gefordert: Segel ausfahren, hissen und wenden stand auf dem Programm; ein Jeder packte fleißig mit an und wir gewannen rasch an Fahrt.

Für die erste Nacht hatte sich Jaap etwas Besonderes ausgedacht: Ein Ankern auf dem Meer; plötzlich war kein Land mehr in Sicht. Der zunächst aufkommenden Skepsis wich schnell ein Gefühl und ein Erlebnis der besonderen Art, die Nacht auf dem Meer zu verbringen! Unbeschreiblich und beruhigend…das leicht plätschernde Meer und vor allem…diese entspannende Ruhe und Stille!

Nach einer entspannten Nacht. einem stärkenden Frühstück und Lagebesprechung ging es weiter: Die westfriesische Insel Texel sollte unsere erste Destination sein. Angelegt am Hafen „Oudeshild“ hatten wir zwei Tage Zeit, die größte westfriesische Insel zu entdecken und zu erkunden. Eine Truppe lieh sich Fahrräder und lernte die Vorzüge der Insel sportlich und aktiv kennen; eine andere Truppe gönnte sich eine abenteuerliche Busfahrt rund um die Insel incl. Sightseeing. Gesättigt nach den Eindrücken kehrten wir am Ende des Tages trotzdem hungrig zum Schiff zurück und stärkten uns mit Frischem vom Grill. Als Nachtisch bekamen wir von Matrose Rick eine Einführung in die Kunst des Knotenbindens serviert, eine interessante und praktische Erfahrung.

Am nächsten Tag stachen wir wieder in See mit der Umsetzung der frisch erworbenen Knotenkunde. Die Insel Terschelling sollte unser nächstes Ziel sein; im Team konnten wir gemeinsam unser Schiff auf Kurs halten. Während der recht langen Fahrt hatte ein Jeder die Möglichkeit, sich entweder in der Gruppe über die Erlebnisse und Eindrücke auszutauschen oder sich individuell Platz und Raum für sich auf dem Schiff zu nehmen und auch zu gönnen, bei einer Gesamtlänge von über 30 Metern gar kein Problem.

Nach dem Ankern am Hafen auf Terschelling mussten noch gemeinsam ein paar Dinge organisiert werden: Einkaufen und ein kreatives Zubereiten einer verdienten Mahlzeit. Den darauffolgenden Tag konnte ein Jeder wieder individuell und nach Gusto verbringen. Der Klassiker „Fahrrad fahren“ geht ja bekanntlich immer – diesmal sogar mit E-Bikes – oder der Gang zum nahegelegenen Strand. Ein Teilnehmer ließ es sich sogar nicht nehmen zu Angeln, welch Freude!

Am nächsten Tag stachen wir nach dem Frühstück in See, es ging – leider, wie alle immer wieder betonten – zurück nach Harlingen. Dort gönnten wir uns gemeinsam ein abschließendes delikates Essen in einem chinesischen Restaurant; die Küche blieb heute kalt und das hatten wir uns auch redlich verdient! Am letzten Tag ein Zeichen des Himmels: War es in der gesamten Woche sonnig und warm, zog Regen auf und die Temperaturen sanken…also an der Zeit, die Heimreise anzutreten. Nicht nur der Himmel weinte…in der abschließenden Feedbackrunde floss so mache Träne, aber mehr in Richtung Freude als Trauer; schade, dass die gemeinsam verbrachte Zeit zu schnell verflogen war. Ein Jeder nahm individuell reichlich aus dieser Zeit mit; exemplarisch ein Klient, der das erste Mal in seinem Leben am Meer und im Wasser war oder ein anderer Klient, der seit Jahren nicht mehr verreist gewesen ist. Es war eine erlebnisreiche und harmonische Woche ohne große Spannungsmomente, wenn, dann hatte sie der Wind weggeweht.

Dank an die Teamerinnen und Teamer Astrid, Petra, Martin und Thomas und an Dirk für die Orga im Vorfeld und danke an Integra e.V. für das möglich gemachte Erlebte.

Alle freuen sich schon auf eine Wiederauflage im nächsten Jahr!

Schiff ahoi!

Thomas Maczkowiak

Teamer, ABW-Fachdienst EN

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Osterfeldstr. 1
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