Sozialpolitischer Aschermittwoch in Lüdenscheid
Schön, dass wir beim Sozialpolitischen Aschermittwoch in Lüdenscheid mit einem Fachvortrag einen Impuls setzen konnten! Am 18.2.26 hatten Saskia Loh, Abteilungsleiterin im Fachdienst MK und Geschäftsführer Janis Drögekamp, die Gelegenheit das ABW für Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung vorzustellen. Die Veranstaltung wurde vom Paritätischen Ortsverband Märkischer Kreis initiiert. Mit dem Titel „Suchthilfe zwischen Stadtbilddiskussion und Budgetneutralität – Kommunen im Spannungsfeld zwischen verdeckter Szene, offenem Konsum, einem Hilfesystem am Limit und neuen Lösungsansätzen", kamen nicht nur interessante Perspektiven sondern erfreulicherweise auch viele Interessierte zusammen.
"Unser Ziel war es Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Sozialwesen, Selbsthilfe und Zivilgesellschaft einen Einblick in unsere Arbeit im ABW zu geben. Unsere Arbeit und das Thema "Sucht" ist und war für viele ein gesellschaftliches Randthema", schilderte Saskia Loh. Neben Aufklärungsarbeit war auch Raum für kritische Töne: "Wir sehen derzeit, gemessen an den vielen Anfragen und individuellen Problemlagen, einen hohen Bedarf. Viele Menschen trauen sich phasenweise aus dem Dunkelfeld und suchen sich aktiv Unterstützung. Das ist sehr positiv. Allerdings fehlt es zunehmend an Angeboten und Anlaufstellen und bürokratische Anforderungen nehmen massiv zu. Das wirkt sich in erster Linie auf Betroffene aus, die nicht immer die Unterstützung bekommen können, die Sie bräuchten. Aber auch wir als ABW-Fachdienst und Kolleg*innen der Suchthilfe müssen mit erschwerten Rahmenbedingungen umgehen".
Spannend waren auch die Vorträge von Matthias Speich, Fachreferent für Suchtfragen des Paritätischen und Ilona Meuser, Geschäftsführerin der Drobs im Märkischen Kreis. So wurde das Publikum auch über aktuelle Entwicklungen, Problemlagen und sozialpolitische Handlungsbedarfe im Bereich des illegalen, verdeckten und/oder offenen Drogenkonsums in Kommunen, informiert. "Ein brisantes und hochaktuelles Thema, dass sich immer mehr im öffentlichen Leben zeigt. Hier ist viel zu tun", so Ilona Meuser und M. Speich. Eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung und ein Thema, dass leider vermutlich noch weiter an Relevanz gewinnen wird.

